Die häufigsten Irrtümer beim Mülltrennen

eingestellt am 18.07.2024 von Bertil Kalex (Stadtteilverein), Headerbild: Orangefarbenes Müllfahrzeug kippt Tonne Foto: Nadine Kadic

Gelbe Tonne, Biotonne, Blaue Tonne, Restabfalltonne – mehrmals am Tag entscheiden wir, welcher Müll in welche Tonne kommt. Doch viele sind unsicher beim Mülltrennen. Die Fachleute vom Abfall-Info-Telefon können helfen. Sie informieren die Bürgerinnen und Bürger zur richtigen Trennung des Mülls. Interessierte erfahren, welche Stoffe in welche Tonne gehören.

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Wohin mit dem Weihnachtsbaum? Weihnachtsbäume richtig entsorgen

eingestellt am 27.12.2023 von Bertil Kalex (Stadtteilverein), Headerbild: Der Container ist für Weihnachtsbäume bestimmt. Foto: Philine Schlick

Ab Sonnabend, 30. Dezember bietet die Landeshauptstadt Dresden dafür verschiedene Möglichkeiten

Wenn die Geschenke verteilt und die Feiertage vorbei sind, stellt sich wieder die Frage: „Wohin mit dem Baum?“ Wohin mit dem Weihnachtsbaum? Weihnachtsbäume richtig entsorgen weiterlesen

Saubere Sache: Rückblick auf den Aktionstag in der Hopfgartenstraße

eingestellt am 22.10.2023 von Nadine Kadic, Headerbild: Werbesegel Wohnhofbeirat Hopfgartenstraße. Foto: Nadine Kadic

Gestern, am sonnigen Morgen des 21. Oktober, lohnte es sich, durch das Märchentor an der Pfotenhauerstraße zu spazieren. Hier versammelte sich eine kleine, aber neugierige Gruppe von Menschen im Innenhof zwischen Spielplatz und Workoutpark (oder wie meine Töchter sagen: dem “Männerspielplatz”) zum Aktionstag Sperrmüllentsorgung. Die Bewohnerinnen und Bewohner teilten ihre Erfahrungen für ein gutes und sauberes Zusammenleben in den Häusern am Wohnhof zwischen Elisenstraße, Hopfgartenstraße, Gerokstraße und Pfotenhauerstraße.

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Schadstoffmobil am 15.9. in der Johannstadt

eingestellt am 13.09.2023 von Andrea Schubert (Stadtteilverein), Headerbild: Schadstoffe können dem Schadstoffmobil bis zu einer Menge von 25 Litern kostenfrei übergeben werden. Foto: Philine Schlick

Das Schadstoffmobil tourt seit Montag, 11. September, bis Sonnabend, 30. September 2023, durch Dresden und hält an über 90 Standplätzen, Dresdnerinnen und Dresdner können bis zu 25 Liter schadstoffhaltige Abfälle sowie Leuchtstoffröhren, LED- und Energiesparlampen gebührenfrei abgeben. Schadstoffmobil am 15.9. in der Johannstadt weiterlesen

Noch mehr Festwochenende: Stadtreinigung lädt am 2. September zum Tag der offenen Tür

eingestellt am 29.08.2023 von Andrea Schubert (Stadtteilverein), Headerbild: Eingang der Stadtreinigung Dresden, dem Nachfolger der damaligen Städtischen Düngerhandelsaktiengesellschaft an gleicher Stelle. Foto: Heinz Kulb

Die Johannstadt ist am kommenden Wochenende eine einzige Partymeile. Auch die Stadtreinigung haben allen Grund zu feiern und öffnen (endlich) wieder ihre Hoftore für große und kleine Besucher. Noch mehr Festwochenende: Stadtreinigung lädt am 2. September zum Tag der offenen Tür weiterlesen

Untere Forstbehörde informiert: Helfen Sie mit, den Wald sauber zu halten

eingestellt am 09.08.2023 von Bertil Kalex (Stadtteilverein), Headerbild: Wald im Polenztal bei Hohnstein/Sächs. Schweiz, Foto: Bertil Kalex

Alte Autoreifen, Zaunreste, Plastikplanen, Dachpappe oder Hausmüll landen regelmäßig im Wald und gefährden ihn und seine Bewohner. Forstarbeiter beobachten außerdem zunehmend, dass auch Grünschnitt aus privaten Gärten oder Kleingartenanlagen hier entsorgt wird. Untere Forstbehörde informiert: Helfen Sie mit, den Wald sauber zu halten weiterlesen

Ein positiver Trend – Restabfallmenge erstmals unter 130 Kilogramm je Einwohner

eingestellt am 20.07.2023 von Bertil Kalex (Stadtteilverein), Headerbild: Stadtreinigung Dresden, Wertstoffhof Hertelstraße. Vorne im Bild illegal abgelegter Sperrmüll. Foto: Bertil Kalex

2022 sind in den privaten Haushalten der Landeshauptstadt Dresden insgesamt 177.360 Tonnen Abfälle angefallen. Das sind mehr als 14.000 Tonnen weniger als im Vorjahr (2021: 191.658 Tonnen). Einen Tiefstand erreichte auch die Restabfallmenge pro Einwohner. Erstmals rutschte der Wert mit erzeugten 128,6 Kilogramm unter die 130-Kilogramm-Marke. Ein positiver Trend – Restabfallmenge erstmals unter 130 Kilogramm je Einwohner weiterlesen

Schadstoffmobil am 17.3. in der Johannstadt – Süd

eingestellt am 13.03.2023 von Andrea Schubert (Stadtteilverein), Headerbild: Schadstoffe können dem Schadstoffmobil bis zu einer Menge von 25 Litern kostenfrei übergeben werden. Foto: Philine Schlick

Das Schadstoffmobil tourt vom 13. März bis 1. April 2023 wieder durch Dresden und hält an über 90 Standplätzen. In der Johannstadt hält das Schadstoffmobil zweimal am 17. April:

  • Marschnerstraße/Striesener Straße –  18:15 Uhr bis 19:00 Uhr
  • Reißigerstraße/Wallotstraße -17:00 Uhr bis 17:45 Uhr

Marschnerstraße/Striesener Straße, Dresden, Sachsen, 01307, Deutschland

Reißigerstraße, Wallotstraße, Dresden, Sachsen, 01307, Deutschland

Pro Haushalt können hier Dresdnerinnen und Dresdner maximal 25 Liter schadstoffhaltige Abfälle sowie Leuchtstoffröhren, LED- und Energiesparlampen, Akkus und Batterien gebührenfrei abgeben. Auf diese Weise ist die Entsorgung der umwelt- und gesundheitsgefährdenden Stoffe bequem in Wohnnähe möglich.

Die schadstoffenthaltenden Substanzen sind an einem rot oder orangefarbig markierten Gefahrensymbol auf der Verpackung zu erkennen. Als Schadstoffe zählen unter anderem Haushaltsreiniger, Entkalker, Nagellackentferner, Spraydosen, wie beispielsweise Haarlack oder Deosprays, Insektensprays, Düngemittel, Motor- und Getriebeöl oder größere Mengen Speise-, wie auch Frittieröl, flüssige Farbreste und Lacke, Lösungsmittel, Klebstoffe, Batterien und Akkus inklusive Autobatterien.   Abgelaufene Arzneimittel zählen nicht zu den Schadstoffen; sie gehören zum Restabfall. Was sonst noch Schadstoffe sind und wo das Schadstoffmobil wann genau hält, kann im Internet nachgelesen oder am Abfall-Info-Telefon 0351-4889633 nachgefragt werden.

Wichtig zu wissen: Die zu entsorgenden Schadstoffe sind unvermischt und möglichst in der Originalverpackung direkt dem Annahmepersonal zu übergeben. Das Abstellen am Straßenrand – vor oder nach Eintreffen des Schadstoffmobils – ist genauso wenig erlaubt wie eine Entledigung über die Abfalltonne oder Toilette, schließlich sind die Schadstoffe umweltschädlich und gesundheitsgefährdend. Die maximale Abgabemenge von 25 Litern pro Haushalt wird ermittelt, indem die auf den Verpackungen angegebenen ursprünglichen Füllmengen zusammengerechnet werden – weil die Restfüllstände bei der Abgabe nicht risikofrei genau festzustellen sind.

Wer die Termine des Schadstoffmobils nicht wahrnehmen kann, kann seine Schadstoffe bei den städtischen Wertstoffhöfen – außer in Leuben und in Loschwitz – während der Öffnungszeiten abgeben.

Quelle: Pressemitteilung der Landeshauptstadt Dresden

In eigener Sache: Dieser Artikel wurde verfasst durch die ehrenamtliche Stadtteilredaktion von johannstadt.de & die ZEILE. Sie haben auch Lust über die Johannstadt zu schreiben und Teil der Stadtteilredaktion zu werden oder die Redaktion organisatorisch zu unterstützen? Dann melden Sie sich unter redaktion@johannstadt.de.

Damals in der Johannstadt: Es stinkt am Tatzberg

eingestellt am 12.06.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Eingang der Stadtreinigung Dresden, dem Nachfolger der damaligen Städtischen Düngerhandelsaktiengesellschaft an gleicher Stelle. Foto: Heinz Kulb

Mit Heinz Kulb hat die Stadtteilredaktion einen erfahrenen Johannstädter Autor gewonnen, der sich auf den Spuren “der ganz normalen Menschen” durch Archive wühlt und mit spitzer Feder den Staub von vergangenen Ereignissen pustet. Folge 2 bietet Delikates: Einblicke in die stinkigen Untiefen der Johannstadt – als auf dem heutigen Gelände der Stadtreinigung noch menschlicher Dünger geklaut wurde … 

Bildhauer Paul Ballack*1 gab dem Sandsteinengel, den ihm ein reicher Dresdner in Auftrag gab, den letzten Schliff. In zwei Tagen soll er die Grabstätte der Familie dieses Herrn auf dem gegenüber liegenden Trinitatisfriedhof zieren. Gerade pustete er den Staub vom leicht nach oben in Vorfreude auf die himmlischen Gefilde geneigten Kopf seiner Figur, als ein scharfer Geruch nach Kloake wie ein Rülpser der Hölle ihn husten ließ.

Sein Atelier befand sich am Tatzberg 23 auf dem Gelände der Städtischen Düngerhandelsaktiengesellschaft zu Dresden. Diese Gesellschaft breitete sich in diesen Jahren vor dem Ersten Weltkrieg immer weiter aus und schluckte fast das gesamte Gelände im Geviert bis rüber zu den Häuserreihen an der Pfotenhauer-, der Arnold- und der Hertelstraße. Ihr Geschäft? Nun, ein geruchsintensives. Hinter dem irreführenden Namen verbargen sich Haushaltsmüll, Straßendreck und Scheiße aus den Latrinen. Aber im modernen Sinne schon eine Art Wirtschaftens mit Nachhaltigkeit.

Wenn Ballack das nötige Kapital hätte, wäre er schon längst auf die Trinitatisstraße*2, auf der anderen Seite des Friedhofs, gezogen. Nun, Millionär wurde er bisher nicht. Im Tode waren die Dresdner genauso knausrig, wie sie im Leben gern den Vergnügungen huldigten. Aber er wollte nicht klagen. Es blieb trotzdem ein einträgliches und vor allem konjunkturunabhängiges Geschäft. Gestorben werde immer.

Straßenschild “Tatzberg”. Foto: Heinz Kulb

Der Klau „menschlichen Düngers“

Daran konnte sich Paul Ballack noch gut erinnern. Das war nicht mal 10 Jahre her. Da wurde quasi aus Scheiße Geld gemacht. Trotz städtischer Kanalisation hatten damals noch viele Häuser ein Plumpsklo hinter dem Haus und manche auch davor. Es stank in den Straßen, besonders im Sommer. Aber der Herrgott in seiner Weisheit hatte vorausschauend vorgesorgt. Unser Riechorgan gewöhnte sich schnell an tolle und weniger tolle Düfte. Nach kurzer Weile roch man nichts mehr.

Aber wohin mit dem stinkenden Gelumpe? In die Jauchegruben gleich daneben. Dort wurden die Exkremente, auch menschlicher Dünger genannt, gesammelt. Und wer leerte diese aus?

In Dresden kamen dazu um 1900 auch noch die Landwirte aus der Umgebung. Das stank wiederum den Stadtoberen gewaltig in der Nase. Das Ärgernis las sich 1903 in der Zeitung so: „Es mehren sich in neuerer Zeit die Fälle, dass in Dresdner Grundstücken durch Landwirte Gruben, in denen menschlicher Dünger gesammelt wird, entleert werden. Entweder haben die Hauswirte die Landwirte veranlasst, die Gruben zu entleeren oder es haben sich die Letzteren an die Hausbesitzer mit dem Ersuchen gewendet, die Gruben entleeren zu dürfen.“

Die Herstellung der obrigkeitlichen Ordnung

Das war Diebstahl auf städtischem Grund. Diesem Treiben der Jaucheschöpfer hatte nun endlich der Rat der Stadt Einhalt geboten. Am 21. Juli 1905 beschlossen die Stadtväter das Ortsgesetz über die Düngerabfuhr in der Stadt Dresden.

Hiernach gehört die Entleerung sämtlicher Gruben, in denen menschlicher Dünger gesammelt wird, sowie die Abfuhr und Verwertung solchen Düngers, einschließlich der Abfuhr der Latrinenfässer zu den öffentlichen Aufgaben der städtischen Verwaltung.“ Und das ist bis heute so. Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal auf dem Porzellanthron sitzen, im Smartphon ihre Nachrichten lesen oder ganz gewöhnlich in der papiernen Zeitung oder in einem Buch blättern. Dafür, also für Ihren menschlichen Dünger, richtete man die Kloake in Kaditz ein. Und die musste schließlich refinanziert werden.

Mit der Umsetzung des Gesetzes wurde die „Düngerhandelsaktiengesellschaft in Dresden“ auf dem Tatzberg 25*3 beauftragt.

Wer nicht hören wollte …

und sein Geschäft mit den Bauern weitertrieb, der bekam die Gemeindemacht zu spüren. Der Rat kannte seine Pappenheimer. Im Gesetz hieß es dazu: „Zuwiderhandlungen gegen das Ortsgesetz werden mit Geldstrafe bis zu 60 Mark (entsprechen heute 384 Euro – nach dem Kaufkraftvergleich historischer Geldbeträge der Bundestagsverwaltung -) oder Haft bis zu 14 Tagen geahndet. Die Strafe trifft sowohl diejenigen, die Düngergruben unbefugt räumen und den Dünger abfahren oder andere Personen damit beauftragen, als auch die beteiligten Grundstücksbesitzer, Grundstücksverwalter, Hausmänner und überhaupt alle, denen die Befolgung des Ortsgesetzes obliegt.“

Und unser Friedhofskünstler?

Der vertraute auf das göttliche Handwerk. Bildhauer Paul Ballack roch nur noch den „menschlichen Dünger“ und andere Bio-Abfälle, wenn die Fahrzeuge am Feierabend im Hof vom Tatzberg Nummer 25 bis 27 gereinigt wurden und der Wind aus Nordwest bis Nord wehte.

*1 Laut Dresdner Adressbuch dort gemeldet.

*2Die heutige Fiedlerstraße

*3Diese Gesellschaft ist der Vorläufer der heutigen Stadtreinigung Dresden GmbH und hat den Sitz noch auf demselben Grundstück.

Damals in der Johannstadt – von Heinz Kulb

 

Abfuhr zum Jahresende: Entsorgung von Weihnachtsbäumen und den Nachwehen der Feiertage

eingestellt am 29.12.2020 von Anja Hilgert (ZEILE), Headerbild: Weihnachtsbaum-Träume Foto: Anja Hilgert

In der Johannstadt hat das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft im Zeitraum vom 30. Dezember 2020 bis 9. Januar 2021 Sammelplätze eingerichtet für die anfallende Entsorgung lichtermüder Tannenbäume.

In den meisten Stuben bleibt die Lichterquelle des Weihnachtsbaums wohl bis über den sonst dieses Jahr lichterlos verfügten Jahreswechsel, also zumindest über Silvester und Neujahr erhalten. Viele Haushalte warten die Ankunft der Drei Könige ab, bevor sie dem Rieseln der Blätter nachgeben und den kahl werdenden Baum aus dem Haus schaffen.

Wer seinen Baum nicht im Topf und wieder einpflanzbar hat, kann ausgediente Weihnachtsbäume von Mittwoch, 30. Dezember 2020 bis Sonnabend, 9. Januar 2021 kostenfrei zur Abholung durch die Stadtreinigung Dresden abgeben. Da die Weihnachtsbäume zu Holzhackschnitzeln verarbeitet werden, müssen sie bei der Abgabe unverpackt und frei von Weihnachtsschmuck sein. 

 

Mit den Blättern lassen sie auch den Schmuck fallen: Weihnachtsbäume an den Sammelstellen. Foto: Anja Hilgert

 

 

Tannenbaum nachhaltig genutzt

Nackte Weihnachtsbäume eignen sich insbesondere mit ihrer Spitze gut zur weiteren Verarbeitung in nützliche Haushaltshelfer: Sägt man das obere Stück von der Spitze bis zur vielfachen Verzweigung der Äste entsprechend zurecht, können kindgerechte Schnitzkünste echte Verwandlung bewirken: Einerseits in einen Holzquirl z.B. zum Verschlagen von Eiern oder Mixen von Saucen aller Art, andererseits als Wandhaken, zur Garderobe für Kleider oder als sicherer Verwahrort für Schlüssel.

 

Dem Tannenbaum die Spitze gekappt Foto: Anja Hilgert

 

 

 

 

 

Mobile Sammelaktion der Stadtreinigung

Wenn alles nicht hilft, werden ausgediente Weihnachtsbäume der Nördlichen Johannstadt in einer mobilen Sammlung an folgenden Sammelstellen abgeholt: 

  • Blumenstraße/Arnoldstraße 
  • Bönischplatz 
  • Hopfgartenstraße/Gerokstraße

Weihnachtsbäume können auch bei den Grünabfall-Annahmestellen abgegeben werden: In der Johannstadt ist das der Wertstoffhof auf dem Tatzberg: Die im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden betriebenen Wertstoffhöfe, Annahmestellen für Grünabfälle, Sperrmüll und Altholz öffnen von Donnerstag, 24. Dezember 2020, bis Sonntag, 3. Januar 2021, zu veränderten Zeiten. 

Wertstoffhof Johannstadt
Hertelstraße 3
01307 Dresden

Aktuelle Öffnungszeiten

Montag: 12:00 – 19:00 Uhr
Dienstag: 12:00 – 19:00 Uhr
Mittwoch: 12:00 – 19:00 Uhr
Donnerstag: 12:00 – 19:00 Uhr
Freitag: 12:00 – 19:00 Uhr
Samstag: 08:00 – 14:00 Uhr

Ab Freitag, 1. Januar 2021gelten dann für die reguläre Abgabe von Grünabfällen neue Gebühren: Bis zu einem Kubikmeter 1 Euro pro 0,2 Kubikmeter und bei mehr als einem Kubikmeter 5 Euro pro angefangenem Kubikmeter. Ab diesem Zeitpunkt können auch bis vier Kubikmeter Sperrmüll pro Haushalt und Halbjahr und 25 Liter Schadstoffe ohne Extragebühr abgegeben werden.

Reguläre Abfallabfuhr

Für die reguläre Abfallentsorgung kommt es aufgrund der Feiertage zu Verschiebungen bei der Leerung der Abfalltonnen. Grundstücksbezogene Abfuhrkalender mit den Informationen, wann welcher Entsorger die Abfalltonnen am Haus leert, gibt es im Internet.

 

Wertstoffcontainer

Weihnachten und Neujahr fallen zahlreiche Kartons, verpackungsmaterialien, Geschenkpapier sowie Wein- und Sektflaschen an. Die Folge sind nach dem Fest dann häufig zugemüllte Wertstoffcontainerplätze. Da die Behälter nur gelehrt werden können, wenn die Stellplätze beräumt sind, müssen aus Zeitgründen Leerungen an anderen Stellen ausfallen. Das Problem übervoller Container nimmt dadurch immer mehr zu. Bei vollen Behältern hilft daher nur, Papier, Pappe, Glasflaschen und Konservengläser kurzfristig zu Hause zu lagern und Kartons vor dem Einwerfen klein und flach zu machen.

 

Neujahr grün oder weiss

Eines ist schon vorauszusehen: Die Grasnarbe wird grün und sprießend bleiben von diesem ins neue Jahr. Weder werden sich die Horden Schaulustiger ihre rauchwolkenumhangenen Gefechte am Elbufer liefern, noch wird am Neujahrsmorgen die Flur gespickt mit Konfetti und Sprengkörperresten sein: Das große Inferno bleibt aus. Ins neue Jahr kann auf friedlich grünenden Wiesen spaziert werden – wenn nicht zur Verhüllung des Ganzen die weiße Decke fällt.

 

Für weitere Informationen

Stadtreinigung Dresden GmbH
Telefon 0351-4455118

Frohe Müllnachten und ein recyceltes neues Jahr – Ein Kommentar

eingestellt am 02.01.2020 von Philine Schlick, Headerbild: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Müllstern in der Elbwiese. Foto: Philine Schlick

Weihnachten und Silvester sind die Zeit der Geschenke, des Schlemmens und des Feierns – und damit die Hoch-Zeit des Mülls. Die “orangefarbenen Engel” der Stadtreinigung bringt ihn für die Haushalte um die Ecke. Alles können sie jedoch nicht bereinigen. Eine schmutzige Auseinandersetzung mit einem leidigen Thema.

Grün, braun und schwarz sind die Tonnen, die regelmäßig von der Stadtreinigung Dresden geleert werden. Seinen Sitz hat das Unternehmen in der Johannstadt und ist damit ein Lokalmatador.

Wenn der Großteil der Stadt sich zu Neujahr von der Nacht erholt, räumt die Stadtreinigung mit 40 Mitarbeiter*innen das Schlachtfeld auf. Foto: Philine Schlick

Susanne Kirsch, Pressesprecherin der Stadtreinigung, bestätigt, was angesichts überquellender Müllbehälter naheliegt: Zu Weihnachten und Silvester hat das Entsorgungspersonal besonders viel zu tun. Essen, Verpackungen und Gegenstände landen nicht nur massenweise auf dem Gabentisch, sondern auch in der Tonne. Oder daneben. In der Johannstadt, in der sich zahlreiche Ein- und Mehrfamilienhäuser finden, ist das Müllaufkommen höher als in anderen Stadtteilen, so Kirsch.

Auf die richtige Tonne kommt’s an

Probleme ergeben sich, wenn Autos den Zugang zu Mülltonnen versperren oder Tonnen mit “falschem” Müll befüllt sind. In diesem Fall wird der Behälter markiert und muss vom jeweiligen Eigentümer sortiert werden: Metall in der Gelben Tonne, Plastik im Biomüll, Elektronik im Restmüll: Solche Fehler behindern das umweltfreundliche Recyceln des Abfalls.

Müll oder nicht Müll? Die Frage kann für unterhaltsame analoge Chatverläufe sorgen. Foto: Philine Schlick

Der Inhalt der schwarzen Restmülltonnen wird von den orangefarbenen Lastern der Stadtreinigung zur Biologisch-Mechanischen Abfallaufbereitungsanlage (BMA) am Hammerweg verbracht. Dort wird der Inhalt sortiert und entwässert. Das Endprodukt der Prozesse ist Trockenstabilat, ein Ersatzbrennstoff, der alternativ zu fossilen Brennstoffen in Zement- und Kraftwerken verwendet wird. Der Heizwert des Stabilats, das lose oder als Pellet ausgeliefert wird, ist mit 12 bis 14 MJ je Kilo doppelt so hoch wie der von Braunkohle.

Der Rest vom großen Fest

Eine Extraportion Müll muss die Stadtreinigung am Ende des Jahres bewältigen. Für die ausrangierten Tannenbäume stehen Container bereit.

Der Weg ins neue Jahr ist gepflastert mit Unrat. Foto: Philine Schlick

Das Aufsammeln der Raketen- und Böllerreste bleibt  Besen und Kehrmaschinen überlassen. Diese rollen über Pflaster und Asphalt – was vorerst liegen bleibt, sind die Müllnester auf den Elbwiesen. Die Radwege an der Elbe werden nicht anlassgebunden, sondern zu ihren regulären Terminen gereinigt.

Am Neujahrsmorgen war zu beobachten, wie sich Spaziergänger*innen mit Mülltüten am Großreinemachen beteiligten. Eine sinnige Idee. Was allerdings kleinteilig im Gras, in Gebüschen oder auch im Fluss landet, bleibt ungezählt. So sehr  die Johannstädter*innen ihre Elbwiesen, Tiere und Kinder und vor allem die Stille lieben – zum Silvesterabend wird das über Bord geworfen und einiges aufs Spiel gesetzt.

Verwunderlich ist besonders, dass volle Verpackungen und Flaschen enthusiastisch zu den Knallplätzen geschleppt werden – das Leergut jedoch regelmäßig an Ort und Stelle verbleibt, als wäre auf dem Heimweg eine Hand weniger frei.

Böllerreste und Scherben bilden nur die sichtbaren Überreste des Silvesterfestes. Foto: Philine Schlick

Was übrig bleibt vom großen Rausch ist ein gehöriges Maß an Müll. Am Neujahrstag hatte die Stadtreinigung allein in der Innenstadt 25 Tonnen gesammelt – bis zum Mittag. Insgesamt wird mit bis zu 45 Tonnen gerechnet. Same procedure as every year. Von den Knalltraumata der heimischen Fauna ganz abgesehen.

Ein Johannstädter Feuerwerk …?

“Es ist ja der Witz am Rausch, dass er gegen die Vernunft ist”, stellt Elisabeth Raether richtig fest. “Für wenige Momente erscheint das Menschsein wunderbar und mühelos.” Nun, von allen Rauschzuständen ist die Böllerei wohl die fragwürdigste. Ein Feuerwerk bietet wenigstens einen Augenschmaus – aber dumpfes Knallen? Das liebe Geld …

Verfechter*innen der alljährlichen Böllerei berufen sich auf die Tradition, böse Geister zu vertreiben. Böse Geister haben nur dort Platz, wo der Mensch von allen guten verlassen ist.

Dass nun gerade diese unnachhaltigste aller Traditionen beibehalten werden soll, erscheint mir unverständlich. Alternativ böte sich ein Neujahrsgesang an. Ein Blaskonzert, Pauken und Trompeten. Eine Feuershow, eine Lampion-Lichterkette. Eine bunt angestrahlte Waldschlösschenbrücke.

Der Himmel hat es zum Jahresende vorgemacht: Nachhaltige, stille, unvergleichliche Pracht. Foto: Philine Schlick

Oder, um der pyrotechnischen Kunst zu frönen: Ein zentrales Johannstädter Feuerwerk, finanziert vom Stadtteil, gezündet vom Profi. Herzchen und das Logo des SSV Turbine, ein dickes “JO!”, Kleeblätter und den Elbebiber könnte man in den Himmel schießen, dreißig fantastische Minuten lang und sich dafür feiern.

Es bliebe Zeit, den Blick zum Himmel zu richten und in aller Ruhe zu staunen ohne die ständige Furcht, eine verirrte Rakete in den Kragen zu bekommen. Das Gefummel an der Lunte unterbliebe und beide Hände wären frei – für die Liebsten, das Smartphone oder um sie lässig in die Jackentaschen zu stecken. Sauberes Neues!

Tanne adé!

Folgende Container-Standplätze zur Weihnachtsbaumabgabe befinden sich vom 30. Dezember bis 11. Januar kostenfrei in der Johannstadt:

    • Blumenstraße/Arnoldstraße
    • Bönischplatz
    • Hopfgartenstraße/Gerokstraße
    • Holbeinstraße (Nähe Permoserstraße)
    • Marschnerstraße/Dinglingerstraße

Hinweis der Redaktion: Der im Rahmen des Projektes „Online-Stadtteilmagazin“ erschienene Beitrag wurde nicht von der Landeshauptstadt Dresden bzw. dem Quartiersmanagement erstellt und gibt auch nicht die Meinung der Landeshauptstadt Dresden oder des Quartiersmanagements wieder. Für den Inhalt des Beitrags ist der/die Autor*in verantwortlich.